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Umarell: die Bauaufsicht im Ruhestand
Hände hinter dem Rücken, kritischer Blick, keine Eile. Das Bologneser Wort, das es in die italienischen Wörterbücher geschafft hat.
Man erkennt ihn sofort: ein Rentner, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, oft an eine Absperrung gelehnt. Er beobachtet die Bauarbeiter aufmerksam und gibt ab und zu einen Kommentar ab. Das ist der Umarell, vom Dialektwort umarèl, „Männlein“.
Bekannt gemacht hat den Begriff der Bologneser Schriftsteller Danilo Masotti, der diese Figur mit Zuneigung und Ironie beschrieben hat. Seitdem hat das Wort Bologna verlassen, ist in den überregionalen Zeitungen gelandet und schließlich in den Wörterbüchern der italienischen Sprache.
So wird man Umarell
- Haltung: Hände hinter dem Rücken, Pflicht.
- Position: so nah wie möglich an der Baustelle, ohne zu stören.
- Fachwissen: „Zu meiner Zeit hätte man den Balken andersherum eingebaut.“
- Ausdauer: jeden Tag, zur selben Uhrzeit.
Mit den großen Baustellen der letzten Jahre, von der Garisenda bis zu den neuen Straßenbahnlinien, hatten die Umarells nie so viel zu tun. Manche behaupten, ohne sie ginge es noch langsamer voran. Überprüft hat das noch niemand.
Ein Stück dieser Geschichte für zu Hause
Wörterbuch des Bologneser Dialekts
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