Bologna an einem Tag: die richtige Runde
Von der Piazza Maggiore bis zum Sonnenuntergang in San Luca: ein Spaziergang, um an einem Tag das Beste der Stadt zu sehen – mit Pausen zum Essen.
Bologna erkundet man zu Fuß: Die Altstadt ist kompakt, fast überall von Arkaden überdacht, und die Wege sind kurz. An einem Tag sieht man nicht alles, aber man versteht, warum so viele wiederkommen. Hier ist unsere Runde für einen ganzen, entspannten Tag.
Vormittag: das Herz der Stadt
Startet an der Piazza Maggiore, dem Wohnzimmer Bolognas. Rundherum stehen die Basilika San Petronio mit ihrer unvollendeten Fassade, der Palazzo d’Accursio (das Rathaus) und der Palazzo del Podestà. Auf dem Platz nebenan steht Giambolognas Neptunbrunnen. Probiert vorher noch das „schnurlose Telefon“ unter dem Voltone del Podestà aus – mehr dazu in den drei Geheimnissen Bolognas.
Gleich nebenan liegt das Archiginnasio, jahrhundertelang Sitz der Universität: Innenhof und Treppenhaus sind mit Wappen von Studenten bedeckt, und allein das hölzerne Anatomische Theater lohnt den Besuch.
Mittag: das Quadrilatero
Hinter der Piazza Maggiore beginnt das Quadrilatero, der mittelalterliche Markt: enge Gassen voller Läden mit frischer Pasta, Feinkost, Fisch und Obst. Der richtige Ort für ein Brett mit Mortadella und Crescentine oder einen Teller Tagliatelle al Ragù. Lasst euch Zeit: In Bologna ist das Mittagessen eine ernste Sache.
Nachmittag: Türme, Kirchen und Kanäle
Vom Quadrilatero sind es nur ein paar Schritte zu den zwei Türmen. Hinauf darf man derzeit nicht, aber auch von unten sind sie beeindruckend. Folgt dann der Via Santo Stefano bis zum Komplex der Sieben Kirchen, einem der ältesten und stillsten Orte der Stadt.
Auf dem Rückweg Richtung Norden lohnt ein Abstecher in die Via Piella mit dem Fensterchen zum Canale delle Moline: Bolognas schönster Postkartenblick – und kostenlos.
Sonnenuntergang: San Luca
Wer noch Kraft hat, beendet den Tag an der Wallfahrtskirche Madonna di San Luca auf dem Hügel. Hinauf geht es unter dem längsten Arkadengang der Welt: fast 4 Kilometer und 666 Bögen. Wenn die Beine streiken, gibt es eine Touristenbahn aus dem Zentrum oder den Bus bis zum Meloncello-Bogen, wo der Aufstieg beginnt. Der Blick über Stadt und Hügel entschädigt für alles.
Abend: Aperitivo und Osteria
Zurück in der Stadt füllt sich Bologna abends mit Studenten: Am lebendigsten sind die Via del Pratello, die Piazza Santo Stefano und die Straßen rund um die Universität. Sucht euch zum Abendessen eine Osteria mit Tortellini in Brühe auf der Karte … und denkt daran: Sahne ist hier ein heikles Thema.
Tipp. Immer bequeme Schuhe. Zwischen Arkaden, Kopfsteinpflaster und dem Aufstieg nach San Luca seid ihr am Ende des Tages über 15 Kilometer gelaufen, ohne es zu merken.
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